Wie wichtig ist eine neutrale Moderation in der Wissenschaft?

Sollte man auf eine neutrale Moderation in der Wissenschaft setzen? Oder können unmittelbar Beteiligte den Part übernehmen?


Neutrale Moderation Wissenschaft

Wie wichtig ist eine neutrale Moderation in der Wissenschaft?

Die kurze Antwort: Sehr! Zumindest nach unserer Erfahrung. Denn die neutrale Moderation stellt in der Wissenschaft die Meinungsvielfalt sicher. Und auf eben die kommt es im wissenschaftlichen Austausch an. Um dies leisten zu können, sollte die Moderation in der Wissenschaft völlig frei und unabhängig sein.

Moderation in der Wissenschaft: Stets präsent und doch im Hintergrund

Manche Jobs wurden genau dann gut erledigt, wenn sie im Hintergrund bleiben. Genau dies muss auch die Moderation in der Wissenschaft schaffen. Sie lenkt alles, aber niemand darf es merken. Bei wissenschaftlichen Diskussionen müssen die Themen und die Fragestellungen im Fokus sein. Sie sind die Stars. Darum muss die Moderation in der Wissenschaft sicherstellen, dass kein einzelnes Thema und vor allem keine der beteiligten Personen in den Vordergrund geraten – auch sie selbst nicht. Und an genau diesen Punkten scheitern Veranstaltungen häufig, wenn Moderation und Wissenschaft nicht strikt getrennt werden.

Unabhängigkeit verleiht der Moderation wissenschaftlicher Veranstaltungen die nötige Freiheit

Ein Gespür für Themen und Gesprächsentwicklungen sowie ein besonderes Geschick im Umgang mit Menschen macht sie aus, die gute Moderation. Wissenschaft lebt von unterschiedlichen Blickwinkeln, Sichtweisen und Meinungen, vom Austausch und dem Diskurs. Für die Moderation in der Wissenschaft bedeutet dies, Vielredner:innen zu bremsen und die eher schüchternen Teilnehmer:innen ins Rampenlicht zu locken. Und zwar ohne jemandem auf die Füße zu treten. Dies verlangt Moderator:innen viel ab. Vor allem Unabhängigkeit. Persönliche Verstrickungen, Vorlieben oder Abneigungen stehen einer guten und neutralen Moderation (nicht nur in der Wissenschaft) immer im Weg.

Die Moderation darf in der Wissenschaft nicht mitdiskutieren

Entweder man moderiert oder man diskutiert. Beides geht in der Regel nicht. Denn wenn man einen eigenen Standpunkt mit einbringen möchte, droht ein Ungleichgewicht in der Moderation. Der Wissenschafts-Austausch hingegen braucht eine möglichst breite Meinungsvielfalt mit einer guten Gewichtung der unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Wer zu tief im Thema steckt, gerät bei der Moderation wissenschaftlicher Veranstaltungen leicht auf Abwege, lauscht zu lang den aus der eigenen Sicht interessanten Aspekten und verfehlt dadurch schlussendlich oft die Veranstaltungs-Ziele. Sich davon freizumachen, ist nahezu unmöglich, weshalb eine externe Moderation im Wissenschafts-Plenum immer die bessere Variante ist.

Moderator:in will gelernt sein

Eine gute und neutrale Moderation, ob in der Wissenschaft oder in der Talkshow, macht man nicht mal eben nebenher. Denn im Gegensatz zu einer Talkshow im Fernsehen, führt die Moderation in der Wissenschaft in aller Regel auch Regie. Moderator:innen müssen den roten Faden und das Themen-Pensum im Blick haben, müssen Referent:innen und Teilnehmer:innen lenken und immer wieder fokussieren, ohne die Meinungsvielfalt einzuschränken. Dies erfordert einen geschulten Blick, ein perfektes Timing und ein hohes Maß an Konzentration von der Moderation. Und da in der Wissenschaft auch gerne leidenschaftlich diskutiert wird, braucht sie außerdem gute Strategien, um selbst Top-Wissenschaftler:innen, wichtige KOLs und Expert:innen diplomatisch zu unterbrechen.

Die Vorbereitung der Moderation einer Wissenschafts-Veranstaltung

Um wirklich alle Aspekte unter einen Hut zu bekommen, kommt schon im Vorfeld viel auf die Moderation zu. Jede Wissenschafts-Diskussion muss im Detail vorbereitet werden: Was ist das Ziel der Veranstaltung? Welche Themen-Felder sind dafür relevant? In welcher Gewichtung? Welche Besonderheiten und Eigenarten bringen die Referent:innen mit? Welche technische Hürden müssen eventuell genommen werden? Und dies ist ein weiteres Argument, die Verantwortung an externe Moderator:innen zu übertragen: Die Vorbereitung schluckt viel mehr Zeit, als die Moderation der Wissenschafts-Veranstaltung selbst. Dies parallel zum eigentlichen Job zu leisten, ist quasi nicht möglich.

Haben Sie Fragen zur Moderation in der Wissenschaft?

Wenn Sie Fragen zur Moderation wissenschaftlicher Themen haben oder auf der Suche nach ausgebildeten Moderator:innen für Ihre Veranstaltung sind, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.





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